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Das weibliche Geschlechtsorgan ist auch heutzutage noch für viele Frauen ein Tabuthema. Namhaft und zugleich schamhaft geht es zu, wenn vom weiblichen Genital die Rede ist. Umgangssprachliche Wortschöpfungen wie Scheide, Vulva, Himmelsreich, Muschi, Pussy und neudeutsch ist sogar vom Hot Spot die Rede, beschreiben anschaulich eine befangene Kommunikation.

Zwar zeugen diese Begriffe zweifellos von einiger Kreativität, aber leider genauso häufig von großer Unkenntnis. In der Privatklinik-Schlossstrasse finden Sie für Ihre Fragen rund um die Intimchirurgie immer einen kompetenten und einfühlsamen Ansprechpartner. Ein Team von erfahrenen Ärzten auf dem Gebiet der Intimchirurgie steht Ihnen für Ihr individuelles und intimes Anliegen zur Verfügung.

Intimchirurgie

Bei der Intimchirurgie geht es zuallererst um die Achtung und Wahrung der Intimsphäre unserer Patientinnen. Insbesondere für den weiblichen Körper kommt es im Leben zu zahlreichen Veränderungen durch hormonelle Einfllüsse, Geburten, Gewichtsschwankungen und Wechseljahren. Hinzu kommen die genetischen Veranlagungen und der natürliche Alterungsprozess.

All diese Aspekte haben auch ihre Auswirkung auf Form und Funktion des weiblichen Geschlechtsorgans und führen unter Umständen zu physischen und psychischen Problemen. Sexuelle Dysfunktionen, Schmerzen und auch starke Unzufriedenheit bezüglich der Ästhetik, werden oft über Jahre hinweg aus einem falsch verstandenen Schamgefühl erlitten und führen nicht selten zu einer Zurückgezogenheit der Patientin.

So können z.B. vergrößerte innere Schamlippen schon bei alltäglichen Bewegungen für erhebliche Schmerzen sorgen und eine erschlaffte Scheidenanatomie nach Geburtsbelastungen ein erfülltes Sexualerleben mit dem Partner unmöglich werden lassen.

Mit genau abgestimmten Operationsmethoden führen wir z.B. Schamlippenkorrekturen und Scheidenverjüngungen durch.

Innere Geschlechtsorgane

Schamlippen

Sowohl die äußeren als auch die inneren Schamlippen enthalten Duftdrüsen und verändern im erregten Zustand nicht nur ihre Form und Farbe, sondern geben zudem Feuchtigkeit ab.

Hymen / Jungfernhäutchen

Am Übergang der Vagina in den Scheidenvorhof befindet sich das Hymen bzw. Jungfernhäutchen. Es handelt sich dabei um eine Art Membran, die die Vagina nur so weit verschließt, dass das Menstruationsblut abfließen kann. Das bedeutet, dass auch das unberührte Jungfernhäutchen immer über eine kleine Öffnung verfügt.

In verschiedenen Kulturen wird auf die Unversehrtheit des Jungfernhäutchen großen Wert gelegt. Es zerreißt durch den ersten Geschlechtsverkehr (medizinisch: Defloration), aber es kann auch durch einen Unfall oder starke sportliche Betätigungen beschädigt werden.

Die Vulva, auch Scham genannt, umfasst neben dem Venushügel (medizinisch: Mons Pubis) die äußeren Schamlippen (medizinisch: Labia majora), die inneren Schamlippen (medizinisch: Labia miniora) und die Klitoris.

Vagina

Die Vagina gehört, genauso wie Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke, zu den inneren Geschlechtsorganen der Frau. Bei der Vagina handelt es sich um einen etwa 10 cm langen, dehnbaren und muskulösen Kanal, an dessen Ende sich die bartholinischen Drüsen, der sogenannten Scheidenvorhofdrüsen befinden.

Benannt sind diese Drüsen nach dem dänischen Anatom Caspar Bartholin. Ihre Aufgaben liegen in der Befeuchtung der Vagina. Die Vagina ist zugleich Ort des Geschlechtsverkehrs, Geburtskanal und zuständig für die Ableitung der Menstruationsflüssigkeit.

Behandlungsmethoden

Korrektur der äußeren Schamlippen / Labioplastik

Das erschlaffte Schamlippengewebe wird mittels Eigenfett aufgepolstert und dadurch gestrafft.

Korrektur der inneren Schamlippen / Labioplastik

Der Eingriff der Labioplastik dient in erster Hinsicht der Reduktion der inneren Schamlippen, um funktionelle und ästhetisch empfundene Beeinträchtigungen zu beheben.

Rekonstruktion der Schamlippen / Labioplastik

Sowohl im Fall einer operativen Entfernung der Schamlippen als auch bei Maßnahmen zur Geschlechtsangleichung, kann durch körpereigenes Gewebe, eine Augmentation bzw. ein Aufbau der Schamlippen erreicht werden. Dafür wird das zuvor gewonnene Eigenfett speziell aufbereitet. Das so gewonnene sterile Fettgewebe wird anschließend für den Aufbau von Schamlippen verwendet.

Klitoridektomie

In den westlichen Ländern wie Europa und den USA galt die Entfernung der Klitoris oft als ein letztes und probates Mittel der psychiatrischen Behandlung von weiblichen Patienten.

Zur Heilung von Hysterie, Nymphomanie, Epilepsie und Voluptas griffen die Ärzte zum Skalpell. Diese Eingriffe waren noch bis in die Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts anerkannte medizinische Praxis. Das alles hat jedoch mit Intimchirurgie nichts tun.

Scheidenverjüngung

Bei diesem Eingriff mit dem etwas missverständlichen Begriff handelt es sich um eine Straffung der Vaginalanatomie. Diese kann z.B. nach mehreren Geburten, bei sogenannten Mehrfachgeburten und als Folge des natürlichen Alterungsprozesses erforderlich sein. Es handelt sich hier keineswegs um einen Eingriff, der nur modernen ästhetischen Vorstellungen geschuldet ist.

Ein erfülltes Sexualleben ist in jedem Alter ein zutiefst menschliches und berechtigtes Anliegen und deshalb unabhängig von jeweiligen gesellschaftlichen Moralvorstellungen. Bei diesen Eingriffen geht es immer um das weibliche Geschlechtsorgan und der Erhaltung seiner individuellen Erscheinungsform und nicht um gesellschaftlich oktroyierte Erscheinungsnorm.

Sie können bei jedem intimchirurgischen Eingriff der Privatklinik-Schlossstrasse und seinem Ärzteteam vollauf vertrauen. Für Ihre umfassende Erholung sorgt, neben der familiären Klinikatmosphäre, vor allem unser einfühlsames und engagiertes Pflegeteam, dass Sie Rund-um-die-Uhr betreut.

Genitalbeschneidung / Zirkumzision

Insbesondere die Klitoris ist seit Jahrhunderten in zahlreichen Kulturen negativ konnotiert. Bereits im römischen Reich wurden Genitalbeschneidungen bei sozial hochgestellten Frauen vorgenommen. In vielen arabischen und afrikanischen Ländern werden gegenwärtig Mädchen bereits im frühen Kindesalter beschnitten.

Gründe für die Beschneidung resultieren sowohl im religiösen Glauben, als auch in ethnischen und kulturellen Vorstellungen, wie z.B: Initiationsriten, Hygieneaspekten, männliche Impotenz durch Berührung der Klitoris oder auch Missbildungen des Säuglings bei der Geburt durch Kontakt mit Schamlippen und Klitoris.