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Vasektomie

Bei uns werden auch Vasektomien durchgeführt. Dies ist die dauerhafte Durchtrennung der männlichen Samenleiter. Dieser Eingriff ist nur schwer rückgängig zu machen. Für die Refertilisation gibt es spezialisierte Zentren.

Vasektomien werden überwiegend in örtlicher Betäubung durchgeführt.
Auf Wunsch ist optional bei uns auch eine Vollnarkose möglich.

Vasektomie: Definition

Bei der Vasektomie (Sterilisation des Mannes) durchtrennt der Arzt die beiden Samenleiter. Der Hoden produziert zwar weiterhin Spermien, aber diese gelangen nicht mehr in die Harnröhre. So ist es für den Mann dann nicht mehr möglich eine Frau zu befruchten und ein Kind zu zeugen.

Die Vasektomie ist ein sicherer, aber meist endgültiger Schritt, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Der Mann bzw. das Paar sollten sich deshalb den Schritt der Vasektomie sehr gut überlegen. Zwei wichtige Punkte sollten in jedem Fall zutreffen: eine abgeschlossene Familienplanung und ein Mindestalter von 30 Jahren.

Davon abgesehen, dass der Mann durch eine Vasektomie unfruchtbar wird, ändert sich für ihn nichts. Der Erguss sieht und riecht nach der Vasektomie genauso wie vorher. Ebenso der Hormonhaushalt, das Lustempfinden und die Potenz.

Unterschied zur Kastration

Hinweis: Eine Vasektomie ist etwas anderes als eine Kastration. Bei letzterem werden die Hoden operativ entfernt oder ihre Funktion hormonell unterbunden.

Vasektomie: Kosten

Die Kosten für eine Vasektomie muss in der Regel selbst vom Patienten getragen werden, da der Eingriff nur von der Krankenkasse übernommen wird, wenn ein medizinischer Grund vorliegt. Die Kosten für eine Vasektomie beginnen oftmals ab € 800.- und hängen vom Umfang ab. Vollnarkose, stationäre Aufnahme uam. können den Eingriff zusätzlich verteuern.

Ob die Kontrolluntersuchungen im Preis mit eingeschlossen sind, klären Sie vorab mit ihrem Arzt.

Vasektomie: Ablauf

Während der OP werden Sie meist  örtlich betäubt. Eine Vollnarkose findet nur auf expliziten Wunsch statt. Je nach Verfahren dauert es rund 15 Minuten bis eine halbe Stunde. Bei Eingriffen in örtlicher Betäubung  kann Mann wieder nach Hause gehen. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Rechtsprechung durch den BGH wir auf eine Abholung bestehen. Diese kann auch durch ein Taxi erfolgen

Vasektomie: Technik

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Spermien den Weg abzuschneiden. Bei dem klassischen Eingriff wird mit einem winzigen Schnitt von 1 – 1,5 cm Länge der Samenleiter freigelegt, dabei wird dieser durchtrennt und um 1 – 3 cm gekürzt, verödet und an den Enden vernäht. Es bleibt eine winzige Narbe zurück, die aber nach einigen Wochen kaum noch zu sehen ist.

Vasektomie ohne Skalpell?

Ja, ist möglich. Medizinisch gesehen gibt es aber kaum einen Unterschied zur klassischen Methode. Eine Öffnung entsteht bei beiden Methoden. Mit Skalpell gibt es einen kleinen, sauberen Schnitt, ohne Skalpell wird mittels eines Spreizers eine Öffnung geweitet. Bei der Methode ohne Skalpell, punktiert der Arzt die Haut des Hodensacks und spreizt sie mit Klemmen auf, um an den Samenleiter zu gelangen. Der wird dann nur durchtrennt und nicht gekürzt. Blutergüsse und Wundinfektionen sind bei dieser Methode relativ selten. Theoretisch könnte eine Widerherstellung nach dieser Methode einfacher sein. Jedoch ist es auch denkbar, dass die Samenleiter erneut zusammenwachsen und zu einem späteren Zeitpunkt unbemerkt die Fertilität wieder hergestellt sein kann.

Sterilität sofort nach OP?

Wichtig: Nach einer Vasektomie ist der Mann nicht sofort unfruchtbar. In der Vorsteher- und Bläschendrüse werden die Samenzellen noch einige Monate gespeichert. Eine Kontrolle nach 8 Wochen und mindestens 20-25 Ejakulationen ist notwendig. Die zweite Kontrolle sollte 4 Wochen später erfolgen. Erst wenn unter dem Mikroskop keine Samenzellen mehr zu finden sind kann das Paar auf andere Verhütungsmethoden verzichten.

Lässt sich eine Vasektomie rückgängig machen?

Wenn die Entscheidung einer Sterilisation getroffen wurde, ist diese oftmals endgültig.

Ein Versuch die Vasektomie rückgängig zu machen, kann mehrere tausend Euro kosten, die selbst getragen werden müssen. Die Aussicht auf Erfolg einer Refertilisierung sind aber gering. Gelingt es dem Arzt den Samenleiter zu rekonstueiren, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass der Mann wieder fruchtbar ist.

Vasektomie: Nachteile

Nebenwirkungen sind bei einer Vasektomie eher selten. Bei etwa 1 bis 2 Prozent treten Beschwerden wie Blutergüsse, Wundinfektionen oder ein Druckgefühl im Hoden. Bei entsprechender Behandlung verschwinden diese Beschwerden aber meist schnell wieder.

Es können natürlich auch Langzeitfolgen, wie zum Beispiel chronische Schmerzen im Hodenbereich entstehen. Diese verstärken sich manchmal durch sexuelle Aktivität

Natürlich kann das Wissen der Zeugungsunfähigkeit einigen Männer auf die Psyche schlagen oder sie befürchten eher Prostatakrebs zu bekommen. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, laut einer Meta-Studie 2017 ein wenig größer. Abschließend ist dieser Zusammenhang wissenschaftlich nicht belegt. Alles in allem ist das Risiko sehr gering.

Vasektomie: Vorteile

Eine extrem große Sicherheit bietet die Sterilisierung vor einer ungewollten Schwangerschaft und im Vergleich zur Sterilisation der Frau ist sie einfacher und sicherer. Die Vasektomie verändert den Sex nicht merklich für den Mann. Die Lust und die Orgasmen bleiben unverändert.

Vasektomie: Verhütungsindex

Der Pearl-Index der Vasektomie liegt bei 0,1 – 0,15. Das bedeutet, bei dieser Verhütungsmethode wurde 1 von 1000 Frauen in den ersten 12 Monaten schwanger. Somit bietet ihnen die Vasektomie eine hohe Sicherheit, was die Verhütung betrifft.

Ansprechpartner Vasektomie

Bei Interesse benötigen Sie einen Operateur welcher Ihr Ansprechpartner ist.

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